4. Mai 2009

Willkommen bei Wahlradar
nicht bewertet — publicisconsultants_de @ 17 h 38 min

Wahlradar ist das erste Monitoring-Instrument, mit dem sich das relevante deutsche Politik-Web abbilden und auf Trends, Informationsverbreitung und Entwicklungen hin individuell auswerten lässt. Die Meinungsöffentlichkeit im Web 2.0 wird damit als unverzichtbare Informationsquelle und Puls der Meinungsbildung erstmals direkt zugänglich. Diese Webseite bietet Ihnen Auswahl aus über 3.000 erfassten Webadressen und gibt einen ersten Eindruck der Kartierung und Segmentierung des politischen Webs.

Wahlradar erfasst das gesamte relevante Internet. Durch die Beobachtung von individuell segmentierten Web-Sphären kann die Entstehung und Entwicklung von Themen identifiziert und lokalisiert werden, Meinungsbildner werden deutlich.

Wer sind die Meinungsführer, wer hört ihnen zu, wie breiten sich Themen aus und was wird gerade gesagt?

Das neue Instrument bietet eine bisher nicht vorhandene zentrale Grundlage für Planung, Steuerung und Evaluation von Kommunikation und Kampagnen und macht das Web 2.0 transparenter für den Betrachter.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern durch das deutsche politische Web!

 11 Kommentare

  1. Aha, aber was bitte ist “das gesamte relevante Internet”?

    Wo ist der Unterschied zum “Wahl im Web” Monitor (http://daily-digital-dose.de/index.php/category/wahl-im-web-monitor/) , dem “Web-Barometer” (http://de.statista.com/statistik/webbarometer/) oder all den ähnlichen Angeboten?

    3000 erfasste Adressen … welche denn z.B.? Sind das Foren? Blogs? twitter?
    Wie sieht der Social Media-Anteil aus? Sind da Seiten dabei, wie sie z.B. auf http://www.wahl.de erfasst sind?

    Klas
    5. Mai 2009 @ 14 h 56 min
  2. Hallo Klas,

    wenn wir vom gesamten relevanten Web sprechen, meinen wir das deutsche politische Web. Dazu zählen wir alle öffentlich zugänglichen Webseiten, Blogs und Foren, auf denen politische Meinungen geäußert werden.
    Social Networks wie Facebook und StudiVZ haben wir nicht integriert, weil wir dort auf Grund von Zugangsbeschränkungen nicht durchgehend qualitative Auswertungen der Beiträge durchführen könnten. Twitter ist derzeit auch nicht mit aufgenommen – aber das kann ja noch kommen.

    Der Unterschied zu Angeboten wie wahl.de oder dem Wahl im Web Monitor liegt zum einen in der neuartigen Visualisierung, Segmentierung und Lokalisierung des politischen Webs in Deutschland. Zum anderen beobachten wir mit Wahlradar neben der Sender-Ebene politischer Botschaften (Webseiten und Blogs von Politikern und Parteien) auch die Empfänger-Ebene (also Webseiten und vor allem Blogs politisch interessierter Bürgerinnen und Bürger).

    Mit der Suchfunktion kann man nach Webseiten und Blogs suchen. Inhaltliche Suchanfragen sind auf der öffentlich zugängliche Webseite nicht möglich (irgendwomit müssen wir auch unser Geld verdienen). Wir werden aber in regelmäßigen Abständen kurze Analysen und Highlights zu aktuellen Themen auf wahlradar.de präsentieren.

    publicisconsultants_de
    5. Mai 2009 @ 17 h 07 min
  3. Ok, die neuartige Visualisierung ist durchaus aufgefallen. Sieht gut aus, wenn man es dann mal verstanden hat. (der intuitive Zoom bei Doppelklick wäre noch ein tolles Feature)

    Das Social Networks-Thema kenne ich von wahl.de durchaus gut.

    Etwas irriterte mich dann aber schon, dass zwar eine Seite wie cducsu.de aufgeführt ist, das erwartete Online-Mutterschiff cdu.de nicht.
    Oder: wo ist politik.de - die ja weit mehr “gemeines Volk” zusammenbringen als z.B. netzpolitik. Politik-digital (oder zumindest deren Blog)? Das ZDF? Der Bundestag?

    So oder so, und das ist Euch sicher auch klar, ist die Aussage “das relevante Internet” ziemlich hoch gegriffen. Aber die Visualisierung ist in der Tat toll.
    Nur das Visualisierte ist (mir) meist nicht verständlich.

    Klas
    5. Mai 2009 @ 17 h 33 min
  4. Hallo Klas,

    danke für deinen Hinweis. Uns hat es auch sehr überrascht und wir vollziehen gerade nach, wie die angesprochenen Seiten bei der Übertragung von der 3.000er-Liste in die Darstellung “abhanden” kommen konnten. Wir bemühen uns, den Fehler so schnell wie möglich zu beheben.
    Das System entwickelt sich im Übrigen permanent organisch weiter, immer mehr relevante Seiten werden fortlaufend aufgenommen.

    publicisconsultants_de
    5. Mai 2009 @ 19 h 37 min
  5. Tolles Tool - nicht nur für Kampagne- und Agenturleute, sondern auch für (Politik-)Wissenschaftlerinnen wie mich. Das ist enorm hilfreich, um politische Netzöffentlichkeiten zu analysieren. Als Wissenschaftlerin ist mir eure Methodologie-Beschreibung aber etwas zu knapp. Insbesondere habe ich mich gefragt, wie ihr die Themenkategorien angelegt habt. Dazu sagt ihr leider nichts.

    Ich habe selbst mal in einem Forschungsprojekt (zu Printmedien) damit zu tun gehabt und weiss, wie schwierig das ist. Wie also macht ihr das? Wie zieht ihr die Grenzen zwischen den verschiedenen Themenbereichen - oft gibt es da ja Überschneidungen? Nutzt ihr existierende Kategorien oder hab ihr eure eigenen Wortlisten kreiert? Wie integriert ihr neue aufkommende Themen? Und wie stellt ihr sicher, dass eure Ergebnisse zuverlässig sind? Läuft alles automatisch oder macht ihr Stichproben der Texte?

    Stefanie Sifft
    5. Mai 2009 @ 21 h 38 min
  6. Ich halte den Verzicht auf Facebook- und Studi-VZ-Monitoring für einen Fehler. Sehen Sie sich die Dynamik der vor gut einer Woche gestarteten VZ-Seite von Frau Merkel (und hinterher zahlreicher anderer Politiker) an. Oder die Debatten auf den Facebook-Seiten vor allem grüner Politiker.

    Ein gutes Beispiel ist auch der neue Obama-Auftrit bei Facebook. Schauen Sie sich an, was da los ist (innerhalb eines Tages fast 200.000 Unterstützer) http://www.facebook.com/WhiteHouse?ref=mf

    Blogs sind die eine Sache, Social Networking (und Microblogging) eine andere

    Beste Grüße

    Jürgen
    6. Mai 2009 @ 12 h 02 min
  7. Hallo Stefanie,

    wir nutzen bewährte, existierende Themenkategorien als Basis für unsere Analysen. Wir verwenden aber auch eigene Wortlisten und stellen so eine flexible Anpassung an politische Entwicklungen sicher. Genaue technische Details können wir aus Wettbewerbsgründen nicht verraten. Natürlich verlassen wir uns aber nicht nur auf unsere Rechner, sondern machen Stichproben der untersuchten Texte.

    publicisconsultants_de
    6. Mai 2009 @ 16 h 11 min
  8. Hallo Jürgen,

    wir teilen Ihre Auffassung, dass auch in Social Networks und bei Twitter relevante Debatten zu politischen Themen stattfinden. Wir arbeiten deswegen daran, auch Twitter bei Wahlradar zu integrieren. Was Facebook und Co. angeht, sind wir derzeit noch etwas zurückhaltender, weil wir dort auf Grund von Zugangsbeschränkungen nicht alle relevanten Diskurse analysieren könnten.

    publicisconsultants_de
    6. Mai 2009 @ 16 h 32 min
  9. Bei den relevanten Seiten mit politischer Meinung eine Partei oder den Bundestag zu “verschlucken” kann passieren, aber große Plattformen, die eindeutig das Thema in Diskussionen bemühen … oder eben Facebook (Politiker-Seiten sind alle öffentlich) und StudiVZ - da ist man ja gezwungen, sich an der Formulierung “das relevante Internet” zu stoßen.

    Dabei ist das Tool doch schon “alt” (in Internet-Jahren gemessen), wenn es 2007 in Frankreich schon bestand.

    Ein schöner Versuch, die Blogosphäre zu visualisieren, bei aktuelleren Plattformen (aka Social Media) helfen wir bei Interesse gerne mit unseren Links von http://www.wahl.de weiter.

    Klas
    6. Mai 2009 @ 16 h 34 min
  10. Hallo Klas,

    herzlichen Dank für das Angebot, gemeinsam an der weiteren Optimierung von Wahlradar zu arbeiten - wir freuen uns auf die Zusendung weiterer relevanter Links von http://www.wahl.de.

    Schließlich geht es uns darum, unserem eigenen Anspruch, das relevante Meinungsuniversum im politischen Web bestmöglich abzubilden, immer noch besser zu entsprechen. Was uns positiv stimmt: bisher ist uns auch nach eingehender Recherche kein anderes Tool zur Erfassung, Strukturierung und Auswertung begegnet, das den Anspruch der relevanten Abbildung und Analyse auch nur annähernd so gut erfüllt wie Wahlradar (um nicht zu sagen: überhaupt erfüllt) - aber nichts ist so gut, dass es nicht noch besser werden könnte + sollte!

    Höchste Zeit also, dass auch in Deutschland so etwas mal geboten wird - dass Frankreich und die USA schon weiter sind, ist uns sicher allen ein Ansporn, ob wir nun eher die Produzenten- und Senderseite betrachten, wie wahl.de, oder die Gesamtschau der Meinungsrezeption und -verbreitung wie Wahlradar (von dem wahlradar.de ja in der Tat nur eine Visualisierungsdemo ist).

    Wir würden gerne einmal mit dir über das Thema diskutieren und an der Optimierung von Wahlradar arbeiten. Vielleicht hast du ja Lust, mal auf einen “Compuccino” vorbeizukommen.

    Mit kollegialen Grüßen

    publicisconsultants_de
    6. Mai 2009 @ 18 h 08 min
  11. amüsante diskussion hier :)

    sehr schöne visualisierung und gut zu bedienen! ansonsten bin ich mir noch nicht ganz schlüssig darüber, wie sinnvoll die seite für mich ist.

    Tilo
    6. Mai 2009 @ 18 h 21 min

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